Zirkeltraining - was ist das?

Zirkeltraining – was ist das?
Fitness-Lexikon · Trainingsmethoden

Zirkeltraining bringt in kurzer Zeit den ganzen Körper auf Trab: mehrere Stationen, unterschiedliche Muskelgruppen, ein durchdachter Ablauf.

Die Definition des Zirkeltrainings

Als Zirkeltraining bezeichnet man eine spezielle Methode des Konditionstrainings, bei der verschiedene Übungen nacheinander absolviert werden. Ein Zirkeltraining sollte mindestens fünf Übungen umfassen.

Der Aufbau: Fünf Stationen, ein Kreislauf
1 2 3 4 5

Jede Station beansprucht eine andere Muskelgruppe – während einer Übung regeneriert die vorherige.

Es schult je nach Schwerpunkt Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Schnelligkeit. Zirkeltraining ist ein Ganzkörpertraining, das vor allem große Muskelgruppen beansprucht.

Kraft
Ausdauer
Beweglichkeit
Schnelligkeit

Wie ist ein Zirkeltraining aufgebaut?

An jeder Station ist eine spezifische Übung zu absolvieren. Das Zirkeltraining wird im Allgemeinen so angelegt, dass bei aufeinanderfolgenden Übungen immer unterschiedliche Muskelgruppen belastet werden, sodass die jeweils belasteten Muskeln sich während der anderen Übung leicht regenerieren können. Innerhalb der Übungsfolge sollte deshalb jede Muskelgruppe nur einmal direkt angesprochen werden.

Für jedes Niveau geeignet: Je nach Niveau der Sportler kann durch unterschiedliche Intensitäten, Wiederholungen und Pausengestaltungen das Zirkeltraining sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene oder Profis individuell angepasst werden – und ist deshalb bei jedem Fitnessgrad möglich.

Welche Vorteile bietet Zirkeltraining?

Durch die Kombination mehrerer Übungen in einem durchgehenden Ablauf vereint Zirkeltraining gleich mehrere Trainingsreize in kurzer Zeit:

  • Trainiert Kraft und Ausdauer gleichzeitig
  • Zeitsparend durch kurze Pausen und kompakten Ablauf
  • Beansprucht den ganzen Körper, keine Muskelgruppe wird vernachlässigt
  • Flexibel einsetzbar – mit Geräten, freien Gewichten oder nur dem eigenen Körpergewicht
  • Durch den Stationswechsel abwechslungsreich und motivierend
  • Leicht an jedes Leistungsniveau anpassbar

Beispiel: Ein klassischer Einsteiger-Zirkel

Ein einfacher Fünf-Stationen-Zirkel für den Einstieg könnte so aussehen. Belastung und Pause lassen sich je nach Fitnesslevel anpassen:

5 Stationen · 1–3 Runden
01 Kniebeugen 30–45 Sek.
02 Liegestütze 30–45 Sek.
03 Ausfallschritte 30–45 Sek.
04 Unterarmstütz (Plank) 30–45 Sek.
05 Rudern am Band oder Klimmzüge 30–45 Sek.

Zwischen den Stationen 15–20 Sekunden Pause, zwischen den Runden 1–2 Minuten. Die Reihenfolge sorgt dafür, dass Beine, Brust, Rumpf und Rücken sich abwechseln – so kann sich jede Muskelgruppe kurz erholen, während die nächste arbeitet.

Für wen eignet sich Zirkeltraining?

Zirkeltraining eignet sich für Einsteiger ebenso wie für Fortgeschrittene, da sich Übungsauswahl, Intensität und Pausenlänge frei anpassen lassen. Für Anfänger sind längere Pausen und einfache Grundübungen sinnvoll, während Fortgeschrittene die Stationenzahl, das Tempo oder das Zusatzgewicht erhöhen können.

Im Vergleich zu HIIT (High-Intensity Intervall Training) liegt der Fokus beim klassischen Zirkeltraining stärker auf einem kontrollierten Wechsel zwischen Muskelgruppen als auf maximaler Herzfrequenz-Auslastung. Beide Methoden lassen sich gut kombinieren, verfolgen aber unterschiedliche Trainingsschwerpunkte.

Häufige Fehler beim Zirkeltraining

  • Kein Aufwärmen vor dem ersten Durchgang
  • Gleiche oder benachbarte Muskelgruppen direkt hintereinander belastet
  • Zu kurze Pausen bei noch unsauberer Technik
  • Tempo vor Technik – Übungen werden zu hastig ausgeführt
  • Zirkel wird nicht an das eigene Leistungsniveau angepasst

Ihr sucht weiterführende Informationen zu bestimmten Gesundheitsthemen, die Ihr in diesem Lexikon nicht findet? Sprecht uns einfach an – unsere Experten stehen Euch gerne zur Verfügung.

Euer SoulPlus-Team
Kontaktieren Sie uns hier

Kontaktformular

Wunschtermin: vom 8:00 bis 21:00 Uhr

Captcha Image