Mythen und Wahrheiten über EMS-Training

Die neue Methode des EMS-Trainings hat viel Aufsehen erregt. EMS steht für Elektromuskelstimulation und verspricht, innerhalb von 30 Minuten dieselben Ergebnisse wie stundenlange körperliche Betätigung erzielen zu können. Daneben soll es Rückenschmerzen beseitigen, Beckenbodenprobleme beheben und den Körper straffen. Doch was ist dran an diesen Versprechen – was ist Wahrheit und was bloß Mythos? Wir von der SoulPlus GmbH klären dich auf.

Die Wahrheit: EMS begünstigt Muskelwachstum

Ein zentrales Versprechen des EMS-Trainings ist mittlerweile durch verschiedene klinische Studien belegt und auch von Ärzten anerkannt: Das EMS-Training sorgt durch eine Stimulation deiner Muskeln dafür, dass diese wachsen. Da die verschiedenen Muskelgruppen deines Körpers für einige Sekunden gezielt angespannt und wieder entlastet werden, ist bereits ein kurzes Workout dafür ausreichend.

Die Risiken: Vorsicht vor falscher Anwendung!

EMS ist trotz seiner positiven Auswirkung auf das Muskelwachstum auch mit einigen Nachteilen verbunden und kann bei falscher Anwendung sogar gefährlich werden. So sorgt das Training für eine erhöhte Ausschüttung von Creatin-Kinase in deinem Körper, die bis zu 18-mal höher ist als bei normalem Muskeltraining. Creatin-Kinase ist ein Enzym, das in deinen Muskeln den Energiestoffwechsel reguliert. Die erhöhte Ausschüttung kann bei zu häufiger und intensiver Anwendung der Methode zu Nierenschäden führen. Daher solltest du das Training immer nur unter Anleitung ausgebildeter Sportmediziner und Physiotherapeuten durchführen. Darüber hinaus wird empfohlen, dass du das Training nicht häufiger als zweimal in der Woche für eine maximale Dauer von je 30 Minuten durchführst.

Der Mythos: EMS allein reicht aus

Obwohl das EMS-Training durchaus wirksam ist, bleibt jedoch ein Versprechen ein Mythos: Das EMS-Training allein reicht als sportliche Betätigung nicht aus. Sicherlich sorgt das Training für Muskelwachstum und eine effiziente Stimulation deiner Muskeln. Viele der Vorteile eines klassischen Trainings kann es jedoch nicht bieten. So schult EMS beispielsweise nicht deine motorischen Abläufe, die beim Sport erworben werden. Auch werden nicht die gleichen Glückshormone ausgeschüttet wie bei normaler regelmäßiger Bewegung über einen längeren Zeitraum.

Daneben verbrennt dein Körper beim EMS-Training deutlich weniger Kalorien als bei normalem Sport. Dies hängt mit der geringeren Trainingsdauer und der reduzierten Bewegung während des Trainings zusammen. EMS macht also nicht automatisch schlank. Auch werden die Gelenke mit EMS nur mangelhaft trainiert. Dies kann in der Folge zu einer Rückbildung von Knochen und Bindegewebe führen. Du solltest also auch etwas Zeit in der Woche auf das Dehnen und Aufwärmen verwenden.

Die Lösung: EMS als Ergänzung

Zum Abschluss haben wir für dich eine kurze Übersicht darüber zusammengestellt, was EMS leisten kann und was nicht.

EMS kann…
… das Muskelwachstum beschleunigen & unterstützen

EMS kann nicht…
… motorische Abläufe schulen
… Gelenke effektiv trainieren
… viele Endorphine ausschütten & Kalorien verbrennen
… regulären Sport ersetzen

Kurzum: Damit EMS seine Wirkung entfaltet und nicht zu Schädigungen führt, solltest du das Training stets als Ergänzung und nicht als Ersatz für herkömmlichen Sport sehen. Am besten kombinierst du ein wöchentliches EMS-Training mit zwei weiteren Einheiten im Bereich des Kraft- oder Ausdauersports.