Übersäuerung der Muskeln - Was tun?

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Nach längeren Anstrengungen beim Sport kann es zu einer Übersäuerung der Muskeln kommen. Die Folge, also Symptome der Übersäuerung sind Muskelschmerzen und letztlich eine Leistungsminderung.
Wie entsteht die Übersäuerung der Muskeln? Die Betätigung der Muskeln erfordert Energie, die der Körper auf verschiedene Arten liefern kann:

  1. durch Verbrennung von Kohlenhydraten oder Fetten (aerobe Energie)
  2. durch Spaltung von Adenosintriphosphat (ATP) und Kreatinphosphat
  3. durch unvollständigen Abbau von Glukose, wobei Milchsäure entsteht (anaerobe Glykolyse)

Bei der anaeroben Glykolyse wird Energie für die Maximalleistung (Kraft und Ausdauer) zur Verfügung gestellt. Beim Abbau der Glukose, entstehen im Körper Laktat (Teil der Milchsäure), das sich in der Muskulatur sammelt, sowie freie Protonen (positiv geladene Wasserstoffionen).

Wird zu stark belastet, kommt es zur Übersäuerung von Muskeln durch die erhöhte Ansammlung von Protonen und Laktat. Die Experten vermuten mittlerweile jedoch, dass die Erschöpfung bei längerem Training (z. B. nach einem Marathon), durch die eine Übersäuerung der Muskeln entstehen kann, nicht von einem Anstieg des Milchsäure-Werts, sondern von Kalzium-Lecks in den Muskeln verursacht wird. Dabei sind sie freien Protonen wohl in erster Line für die Übersäuerung in den Muskeln verantwortlich, denn sie behindern die Aufnahme von Kalzium im Körper, das notwendig ist, um aus ATP Energie zu gewinnen.

Um eine Übersäuerung der Muskeln zu vermeiden, muss die Balance zwischen Laktatbildung und -abbau gewahrt werden. Das erfordert das Auffinden der individuellen, anaeroben Schwelle durch einen erfahrenen Trainer.

Unabhängig vom Sport ist es ratsam den Säure-Basen-Haushalt im Körper durch eine gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungen (z.B. Basen-Präparate) aufrechtzuhalten und eine Übersäuerung des Körpers zu vermeiden. Der Wert von Säuren und Basen im Körper kann durch den pH-Wert im Blut oder Urin dargestellt werden.

Ist der Körper nicht in der Lage, einen Überschuss an Säure zu neutralisieren oder bekommt er über die Ernährung zu viel Säuren und zu wenig Basen zugeführt, d.h. gerät der Säure-Basen-Haushalt in dauerhaftes Ungleichgewicht, entsteht eine chronische Übersäuerung. Dabei können verschiedene Symptome oder gar Krankheiten die Folge sein. Oft ist jedoch nicht zu viel Sport der Auslöser der Übersäuerung – sondern Bewegungsmangel, Stress und falsche Ernährung sorgen dafür, dass der Organismus Säuren anhäuft, u.a. Salze der Milchsäure, die Laktate.